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Beckenboden Übungen Anleitung: Atmung und Core-Kontrolle

28. März 2026 | Rehatraining

Beckenboden-Übungen mit Anleitung bedeuten: Sie lernen zuerst, die richtige Muskulatur zu finden, und trainieren dann mit kurzen, wiederholbaren Spannungs- und Entspannungsphasen. Für die meisten Menschen reichen 5–10 Minuten pro Tag, wenn Technik, Atmung und Regelmäßigkeit stimmen.

Der Beckenboden stabilisiert zusammen mit Zwerchfell, Bauch- und Rückenmuskulatur den Rumpf, unterstützt Blase und Darm und spielt bei Belastbarkeit im Alltag und Sport eine Rolle. Seit Ende 2025/2026 wird im Training besonders oft der Zusammenhang aus Atmung, Core-Kontrolle und Beckenboden betont, weil sich damit Übungsqualität und Übertrag in den Alltag verbessern lassen.

Wichtige Punkte auf einen Blick

  • Trainieren Sie ohne Pressen: Spannung ist fein dosiert, die Atmung bleibt ruhig.
  • Qualität vor Menge: wenige, saubere Wiederholungen sind sinnvoller als viel „Kraft“.
  • Orientieren Sie sich an etablierten Empfehlungen: Bewegung plus Krafttraining sind Grundpfeiler der Gesundheitsförderung. Quelle: WHO (2020) Guidelines on physical activity and sedentary behaviour: https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128

Wie finden Sie den Beckenboden sicher?

Merksatz: Der Beckenboden „hebt“ sanft nach innen/oben, ohne dass Bauch, Po oder Oberschenkel stark mitarbeiten.

  • Körperbild: Stellen Sie sich vor, Sie wollten einen Tampon leicht „nach oben ziehen“ oder bei Männern den Bereich zwischen Hoden und After sanft anheben.
  • Atmung: Beim Ausatmen fällt das Aktivieren vielen leichter; beim Einatmen wird wieder gelöst.
  • Check: Der Bauch darf mitarbeiten, aber nicht nach außen pressen. Das Gesäß bleibt möglichst locker.

Hinweis: Als Test im Alltag wird manchmal „Urin anhalten“ genannt. Das eignet sich höchstens als einmalige Orientierung, sollte aber nicht als Übung wiederholt werden, um die Blasenfunktion nicht zu stören.

Welche Beckenboden-Übungen mit Anleitung eignen sich für Anfänger?

Ziel: Wahrnehmung + Koordination (nicht maximale Kraft). Planen Sie 1–2 kurze Blöcke pro Tag.

Übung 1: Atmung mit sanfter Aktivierung

  1. Legen Sie sich auf den Rücken, Knie aufgestellt, Füße hüftbreit.
  2. Atmen Sie 3 Atemzüge ruhig ein und aus.
  3. Beim Ausatmen: Beckenboden sanft anheben (30–40% Spannung).
  4. Beim Einatmen: vollständig lösen.
  5. 8–12 Wiederholungen.

Übung 2: Kurze Impulse

  1. Gleiche Ausgangsposition.
  2. Aktivieren Sie den Beckenboden kurz (1 Sekunde), dann lösen (2 Sekunden).
  3. 10–15 Wiederholungen, 1–2 Sätze.

Übung 3: Halten ohne Pressen

  1. Spannen Sie beim Ausatmen sanft an.
  2. Halten Sie 5–8 Sekunden, weiteratmen.
  3. Lösen Sie 8–10 Sekunden.
  4. 6–8 Wiederholungen.

Woran erkennen Sie, dass die Technik stimmt?

  • Sie können während der Spannung normal weiteratmen.
  • Kein Druck nach unten, kein „Bauch raus“-Pressen.
  • Nach dem Satz fühlt sich der Bereich eher „wach“ als verkrampft an.

Wie steigern Sie das Training alltagstauglich?

Orientierung: In Studien und Leitlinien zu Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz wird häufig über mehrere Wochen mit wiederholten Kontraktionen gearbeitet; für einen Überblick eignet sich die Cochrane-Übersicht zu Beckenbodentraining bei Frauen. Quelle: Cochrane (aktualisierte Reviewsammlung, laufend gepflegt): https://www.cochranelibrary.com/

  • Positionen variieren: Rückenlage → Sitz → Stand → Bewegung (z. B. beim Aufstehen).
  • Belastung koppeln: Aktivieren Sie beim Ausatmen kurz vor dem Heben einer Tasche oder beim Treppensteigen („vorbereiten, dann bewegen“).
  • Dosierung: Erhöhen Sie zuerst die Wiederholungen, dann die Haltezeit, zuletzt die Schwierigkeit (Stand/Bewegung).

Welche häufigen Fehler bremsen den Fortschritt?

  • Zu starkes Anspannen: führt eher zu Mitspannung und Druck nach unten.
  • Zu wenig Entspannung: ein dauerhaft „angespannter“ Beckenboden kann Beschwerden verstärken.
  • Training ohne Atmung: Luft anhalten erhöht den Druck im Bauchraum.
  • Unklare Zielmuskulatur: wenn Po/Adduktoren übernehmen, wird der Beckenboden oft nur indirekt getroffen.

Wann ist professionelle Abklärung sinnvoll?

  • Schmerzen im Becken/Unterbauch, ständiger Druck nach unten oder deutliche Verschlechterung.
  • Nach Operationen im Beckenbereich oder bei ausgeprägter Inkontinenz.
  • Wenn Sie nach 8–12 Wochen konsequentem Training keine bessere Kontrolle bemerken.

Wie passt das zu Mednord Fitnessfloor GmbH?

Bei der Mednord Fitnessfloor GmbH in München (Heidemannstr. 5b, 80939) wird Beckenbodenarbeit typischerweise im Rahmen eines betreuten Trainings betrachtet: mit sauberer Ausführung, abgestimmtem Core- und Rückentraining sowie regelmäßigen Check-ins. Als ergänzende Option gibt es den EMP Chair Pro, der laut Anbieterbeschreibung die Beckenbodenmuskulatur mittels elektromagnetischer Stimulation im Sitzen anspricht (eine Sitzung dauert ca. 28 Minuten, mit sehr vielen ausgelösten Kontraktionen). Solche Verfahren werden in der Praxis teils genutzt, wenn aktives Training schwer fällt oder zusätzliche Reize gewünscht sind; die Auswahl sollte individuell und, bei Beschwerden, fachlich begleitet erfolgen.

Kontakt: info@fitnessfloor.de, Telefon +49 (0) 89 31 90 83 0. Kontaktformular: https://fitnessfloor.de/#kontakt

Zum Abschluss in Kürze

Eine klare Beckenboden-Übungen-Anleitung startet mit Wahrnehmung, ruhiger Atmung und sanfter, kontrollierter Spannung. Wenn Sie täglich wenige Minuten sauber üben, verbessern viele Menschen ihre Ansteuerung und Belastbarkeit im Alltag. Entscheidend sind Dosierung, vollständiges Entspannen und das Vermeiden von Pressen; bei Schmerzen oder anhaltenden Problemen ist eine Abklärung sinnvoll.